Wie muss Führung aussehen, damit Innovation wachsen kann?

Wenn man irgendwo lernt, im Kopf flexibel zu bleiben, dann in der Agenturwelt.

Andere Meinungen zulassen, innovative Lösungen finden und der Anspruch an Andersartigkeit ist hier Alltag. Klar, das macht die Arbeit oft komplex und chaotisch. Aber wer das aushält, bereitet den Boden für echte Innovationen. Und zwar gemeinschaftlich erdacht, in einem Team aus diversen Köpfen. Und nicht in Eigenregie herunter diktiert. Das klappt nur mit der richtigen Haltung, genügend Selbstreflexion und einer guten Portion Offenheit.

Wie man kreativ führt.
3 Prinzipien, inspiriert von Kolle Rebbe.

Learn to Unlearn.

Um tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen umzusetzen, fangen Sie am besten bei sich selbst an. Die Gute Nachricht: Sie müssen keine neue Dinge tun. Sondern alte einfach lassen. Denn einen Großteil unserer Entscheidungen fällen Sie unterbewusst. Weil Sie es schon immer so gemacht haben. Genau diesen Kreislauf gilt es zu unterbrechen. Am einfachsten nehmen Sie sich dafür ein Thema oder ein Entscheidungsmuster vor, machen sich Ihr Verhalten bewusst und trainieren sich Ihre Routinen ab. In dem Sie gezielt anders agieren. Zum Beispiel anstatt morgens zum Kaffee, konsequent zu einer Tasse grünen Tee greifen. Nicht immer so einfach, aber lohnend. Spätestens, wenn Sie erleben, wie befreiend es ist, aus Routinen auszubrechen.

Think Small.

Auch wenn sich das Ganze für Sie nach einer Riesenaufgabe klingen mag – fangen Sie einfach klein an. Klingt simpel. Soll es auch sein. Also, bei der nächsten (auch noch so unspektakulären) Aufgabe, die Sie auf dem Schreibtisch haben: Machen Sie es anders, als die 300mal davor. Denken Sie zum Beispiel an Ihre Kunden und fragen sich: Handle ich gerade zu 100% in deren Sinn? Wie kann ich mein Produkt mit genau dieser Entscheidung für meine Kunden besser machen? Damit setzen Sie bei jeder Ihrer Entscheidungen die Kundenbrille auf. Das erzeugt Kundenzentrierung und ist unabdingbar um die Digitalisierung zu stemmen.

Stay open.

Weiß eigentlich jeder. Schafft aber fast niemand. Sich im Alltag nicht überrollen lassen, Inspiration finden und – noch wichtiger – auch irgendwie verwerten. Als Kreative wissen wir: Auch wenn’s schwerfällt, lassen Sie sich ein wenig treiben. Beobachten Sie, welche Themen nehmen in Ihrem Umfeld gerade an Fahrt aufnehmen. Eine gute Faustregel: Trifft mal drei Mal auf ein neues Thema, einfach mal schauen, was dahinter steckt. Auch gut: Bewusst neue Perspektiven einnehmen. Sprechen Sie mit dem Praktikanten oder der Juniorinnen über Ihre Themen. Klingt platt, eröffnet aber den frischen Blick, der Ihnen über die Zeit verloren geht. Und die Motivation von Praktikant und Juniorin steigert ist es obendrein. Win-win, wie man in der C-Suite sagt.